Saarland stockt „Virtuelle Mehrgenerationenhäuser“ auf

Ausschreibung für fünf neue Virtuelle Mehrgenerationenhäuser endet am 25. März 2019

In den letzten drei Jahren hat sich das Projekt „Virtuelles Mehrgenerationenhaus als wichtiger Pfeiler der Digitalisierungsstrategie des Saarlandes und als deutschlandweit einzigartiges Leuchtturmprojekt im Bereich der digitalen Teilhabe etabliert. Deshalb startet nun die Ausschreibung für fünf neue Virtuelle Mehrgenerationenhäuser im Saarland.

Ministerin Monika Bachmann stockt die Fördersumme auf, um noch mehr Landkreisen und Kommunen die Möglichkeit zu eröffnen am Projekt teilzuhaben: „Die Virtuellen Mehrgenerationenhäuser sind ein großer Erfolg und das Saarland hat mit dem Projekt ein einzigartiges Konzept erstellt Kommunen und Bürger gemeinsam in die digitale Welt zu erleichtern. Mir ist deshalb sehr wichtig, dass wir statt den ursprünglich geplanten zwei nun fünf neue Virtuelle Mehrgenerationenhäuser ausschreiben können.“

 

Landkreise, Städte und Gemeinden können sich bis Montag, 25.03.2019, 12:00 Uhr beim Projektbüro für eins von insgesamt fünf neuen Virtuellen Mehrgenerationenhäusern bewerben. Die Ausschreibungsunterlagen können hier abgerufen werden: https://www.onlinerlandsaar.de/ausschreibung/

Kommunen, die sich bereits für die vergangenen Projektphasen beworben haben, können in einem vereinfachten Verfahren, ihre eingereichten Bewerbungen aufrechterhalten. In diesem Fall reicht ein formloses Schreiben an das Projektbüro.

 

Ziel der Virtuellen Mehrgenerationenhäuser – ein gemeinsames Projekt von Landesmedienanstalt Saarland, MedienNetzwerk SaarLorLux e.V. und dem saarländischen Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie – ist es, den Begegnungsraum vor Ort um interaktive Kommunikationsmöglichkeiten zu erweitern und Generationen zu verbinden. Im Generationendialog sollen die gesteigerten Anforderungen an jeden Einzelnen durch die Digitalisierung praxis- und alltagsnah vermittelt werden.

Bislang wurden bereits 10 Virtuelle Mehrgenerationenhäuser mit jeweils 15 Teilnehmerinnen und Teilnehmern saarlandweit eingerichtet. Das Projekt wird vom Büro des „Onlinerlandes“ in Saarbrücken und von örtlichen Ansprechpartnern, welche die Kommunen zur Verfügung stellen, koordiniert.

Die virtuelle Vernetzung wird durch regelmäßige Treffen vor Ort initiiert, in denen moderne Tablet-PCs zum Einsatz kommen. Die Teilnehmenden sollen im Rahmen des Projekts unter anderem in die Lage versetzt werden, mit Hilfe der Tablets selbstständig untereinander zu kommunizieren und sich auszutauschen. Um dieses Ziel zu erreichen erhält jeder Teilnehmer für die Laufzeit des Projektes, das bis zum 31.12.2020 angelegt ist, ein Tablet zur Verfügung. Neben einführenden Tabletkursen, um den Umgang mit dem Tablet zu erlernen, werden regelmäßige, zweistündige „Tablet-Kränzchen“ veranstaltet, bei denen die Teilnehmer die Gelegenheit haben, sich untereinander auszutauschen und unter Anleitung eines Referenten neue Möglichkeiten der virtuellen Kommunikation und Vernetzung sowie der Integration in den Alltag durch das Aufzeigen nützlicher Tools und Anwendungen zu erlernen.

Die Städte, Gemeinden und Kommunen profitieren gleich in mehrfacher Hinsicht: Mittel- und langfristig kann die Nachbarschaftshilfe durch die generationenübergreifende Vernetzung der Einwohnerinnen und Einwohner deutlich gestärkt werden. Außerdem kann die nachhaltige Förderung der Digitalisierung und Nutzung neuer Medien eine digitale Spaltung in der Bevölkerung zwischen Jung und Alt verhindern und zur Stärkung des ehrenamtlichen Engagements vor Ort beitragen.

 

Für Rückfragen steht das Projektbüro unter der Telefonnummer 0681/38988-10 oder per E-Mail an  info [at] onlinerland-saar [dot] de zur Verfügung.

21. Februar 2019