Saarland stockt „Virtuelle Mehrgenerationenhäuser“ auf

Ausschreibung für zwei weitere Modellkommunen startet

Bewer­bungs­schluss: 07. August 2020, 12 Uhr

In den letz­ten 4 Jah­ren hat sich das Pro­jekt „Vir­tu­el­les Mehr­ge­nera­tio­nen­haus“ als wich­ti­ger Pfei­ler der Digi­ta­li­sie­rungs­stra­te­gie des Saar­lan­des und als deutsch­land­weit ein­zig­ar­ti­ges Leucht­turm­pro­jekt im Bereich der digi­ta­len Teil­ha­be eta­bliert.

Des­halb star­tet nun die Aus­schrei­bung für zwei neue loka­le Initia­ti­ven im Saar­land. Land­krei­se, Städ­te und Gemein­den kön­nen sich bis Frei­tag, 07. August 2020, 12:00 Uhr beim Pro­jekt­bü­ro bewer­ben.

Ziel der Vir­tu­el­len Mehr­ge­nera­tio­nen­häu­ser — ein gemein­sa­mes Pro­jekt des Medi­en­Netz­werks Saar­Lor­Lux e.V in Zusam­men­ar­beit mit der Lan­des­me­di­en­an­stalt Saar­land und dem saar­län­di­schen Minis­te­ri­um für Sozia­les, Gesund­heit, Frau­en und Fami­lie — ist es, mit neu­en inter­ak­ti­ven Kom­mu­ni­ka­ti­ons­mög­lich­kei­ten ver­traut zu machen und dadurch Genera­tio­nen zu ver­bin­den. Im Genera­tio­nen­dia­log wird Anwen­dungs­wis­sen all­tags­nah ver­mit­telt und neue Anfor­de­run­gen wer­den gemein­sam gemeis­tert.

Seit 2016 haben bereits 15 Kom­mu­nen die Chan­ce ergrif­fen, in ihren Gemein­den ein Vir­tu­el­les Mehr­ge­nera­tio­nen­haus zu errich­ten. Jeweils 15 Teilnehmer*innen erhal­ten dabei für ein Jahr beson­de­re Ange­bo­te, um ihre prak­ti­sche Kom­pe­tenz in der Nut­zung mobi­ler End­ge­rä­te aus­zu­bil­den. Das Pro­jekt wird vom Büro der Kam­pa­gne „Onliner­land Saar“ und von ört­li­chen Ansprech­part­nern, wel­che die Kom­mu­nen zur Ver­fü­gung stel­len, koor­di­niert.

Mit den vir­tu­el­len Mehr­ge­nera­tio­nen­häu­sern geht das Saar­land in ein­zig­ar­ti­ger Wei­se gemein­sam mit Kom­mu­nen und Bürger*innen und ins­be­son­de­re genera­tio­nen­über­grei­fend den Weg in die digi­ta­le Welt. Mir ist es des­halb sehr wich­tig, dass wir die­ses erfolg­rei­che Pro­jekt wei­ter aus­bau­en, zwei neue Vir­tu­el­le Mehr­ge­nera­tio­nen­häu­ser aus­schrei­ben und so den Erfolg des Pro­jek­tes fort­füh­ren“, so Minis­te­rin Moni­ka Bach­mann.

Die vir­tu­el­le Ver­net­zung wird durch regel­mä­ßi­ge Tref­fen vor Ort initi­iert, in denen moder­ne Tablet-PCs zum Ein­satz kom­men. Die Teil­neh­men­den sol­len im Rah­men des Pro­jekts unter ande­rem in die Lage ver­setzt wer­den, mit Hil­fe der Tablets selbst­stän­dig unter­ein­an­der zu kom­mu­ni­zie­ren und sich aus­zu­tau­schen. Um die­ses Ziel zu errei­chen, erhält jede*r Teilnehmer*in für die Lauf­zeit des Pro­jek­tes, das bis zum 31.12.2021 ange­legt ist, ein Tablet zur Ver­fü­gung. Neben ein­füh­ren­den Kur­sen, um den Umgang mit dem Tablet zu erler­nen, wer­den regel­mä­ßi­ge, zwei­stün­di­ge „Tablet-Kränz­chen“ ver­an­stal­tet, bei denen die Teilnehmer*innen die Gele­gen­heit haben, sich unter­ein­an­der aus­zu­tau­schen und unter Anlei­tung eines Referenten*in neue Mög­lich­kei­ten der vir­tu­el­len Kom­mu­ni­ka­ti­on und Ver­net­zung sowie der Inte­gra­ti­on in den All­tag durch das Auf­zei­gen nütz­li­cher Tools und Anwen­dun­gen zu erler­nen.

Teil­neh­men­de Kom­mu­nen pro­fi­tie­ren gleich in mehr­fa­cher Hin­sicht: Mit­tel- und lang­fris­tig kann die Nach­bar­schafts­hil­fe durch die genera­tio­nen­über­grei­fen­de Ver­net­zung der Einwohner*innen deut­lich gestärkt wer­den.

Gera­de die Coro­na-Pan­de­mie hat gezeigt, dass die Bevöl­ke­rung ihren erhöh­ten Infor­ma­ti­ons­be­darf zuneh­mend über sozia­le und digi­ta­le Medi­en abdeckt. Auch die sozia­le Inter­ak­ti­on erfolg­te ver­stärkt über digi­ta­le Medi­en und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­we­ge. Das Pro­jekt „Vir­tu­el­les Mehr­ge­nera­tio­nen­haus“ hilft auch Lebens­äl­te­ren, hier­zu einen Zugang zu fin­den. Außer­dem ver­hin­dert die nach­hal­ti­ge För­de­rung der Nut­zung neu­er Medi­en eine digi­ta­le Spal­tung in der Bevöl­ke­rung zwi­schen Jung und Alt und stärkt das ehren­amt­li­chen Enga­ge­ment vor Ort.

Städ­te und Gemein­den, die sich bereits für die ver­gan­ge­nen Pro­jekt­pha­sen bewor­ben haben, kön­nen in einem ver­ein­fach­ten Ver­fah­ren ihre ein­ge­reich­ten Bewer­bun­gen auf­recht­erhal­ten. In die­sem Fall reicht ein form­lo­ses Schrei­ben an das Pro­jekt­bü­ro.

Für Rück­fra­gen steht das Pro­jekt­bü­ro unter der Tele­fon­num­mer 0681/38988–21 oder per E‑Mail an info@onlinerland-saar.de zur Ver­fü­gung.

Hier fin­den Sie die Aus­schrei­bungs­un­ter­la­gen inkl. Kri­terien­ka­ta­log.


Das Vir­tu­el­le Mehr­ge­nera­tio­nen­haus wird geför­dert durch:

Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie LMS