Nachhaltigkeitskampagne der Landesregierung: Onlinerland Saar und Netzwerk Entwicklungspolitik starten Kooperationsprojekt

Nach­hal­tig­keits­kam­pa­gne der Lan­des­re­gie­rung: Onliner­land Saar und Netz­werk Ent­wick­lungs­po­li­tik star­ten Koope­ra­ti­ons­pro­jekt

Die Scho­nung natür­li­cher Res­sour­cen, die Stär­kung von Medi­en­kom­pe­tenz, der Dia­log der Genera­tio­nen und die Über­win­dung geo­gra­phi­scher Gren­zen durch per­sön­li­che Kon­tak­te – dass all die­se gesell­schaft­li­chen Her­aus­for­de­run­gen auch zusam­men ange­gan­gen wer­den kön­nen, beweist ein inno­va­ti­ves Koope­ra­ti­ons­pro­jekt unter dem Dach der Kam­pa­gne „Ver­ant­wor­tung und Nach­hal­tig­keit. Mach mit!“ der saar­län­di­schen Lan­des­re­gie­rung. Am 18.02.17 fand die erfolg­rei­che Pre­mie­re im Pütt­lin­ger Schlöss­chen statt, wo sich rund 30  Jugend­li­che und Senio­rin­nen und Senio­ren zum Genera­tio­nen­dia­log tra­fen. Anläss­lich der Pre­mie­re wand­te sich Minis­ter­prä­si­den­tin und Schirm­her­rin Anne­gret Kramp-Kar­ren­bau­er per Video­bot­schaft an die Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mer.

Das Netz­werk Ent­wick­lungs­po­li­tik im Saar­land e.V. (NES) und die Kam­pa­gne „Onliner­land Saar“ der Lan­des­me­di­en­an­stalt Saar­land (LMS) und des Medi­en­Netz­werks Saar­Lor­Lux e.V. (MNS) bie­ten ab Febru­ar in saar­län­di­schen Kom­mu­nen ein gemein­sa­mes Bil­dungs­an­ge­bot für Jugend­li­che und älte­re Men­schen mit dem Titel „Unend­li­ches Wis­sen, end­li­che Res­sour­cen: Der (verantwortungs)bewusste Umgang mit digi­ta­len Medi­en als genera­tio­nen­über­grei­fen­de Her­aus­for­de­rung“ an.

Minis­ter­prä­si­den­tin Anne­gret Kramp-Kar­ren­bau­er ist von dem Kon­zept des Pro­jekts über­zeugt: „Res­sour­cen­schutz, Medi­en­kom­pe­tenz, Genera­tio­nen­dia­log und inter­kul­tu­rel­le Begeg­nun­gen sind heu­te wich­ti­ger denn je. Als Schirm­her­rin der Nach­hal­tig­keits­kam­pa­gne freue ich mich daher sehr, dass es gelun­gen ist, all die­se The­men zu einem bis dato ein­ma­li­gen Bil­dungs­an­ge­bot zusam­men­zu­fas­sen.“

Dabei sen­si­bi­li­sie­ren NES-Bil­dungs­re­fe­ren­tin­nen und ‑refe­ren­ten die Jugend­li­chen zunächst im Rah­men eines Work­shops für die Bedeu­tung von Res­sour­cen­schutz und ‑gerech­tig­keit. So gilt etwa der unge­re­gel­te Abbau des sog. Kon­flikt­mi­ne­rals Col­tan, das u.a. für die Pro­duk­ti­on von Smart­pho­nes ver­wen­det wird, als Finan­zie­rungs­quel­le für die Bür­ger­kriegs­par­tei­en in der Demo­kra­ti­schen Repu­blik Kon­go.

Die Jugend­li­chen sind zugleich Ler­nen­de und Leh­ren­de: Mit­hil­fe des „Lern­orts Inter­nets“ geben sie das erwor­be­ne Wis­sen beim Genera­tio­nen­dia­log an die Senio­rin­nen und Senio­ren wei­ter, die zuvor im Rah­men der Kam­pa­gne „Onliner­land Saar“ bereits im Umgang mit digi­ta­len Medi­en geschult wur­den.

Höhe­punkt und Abschluss der gemein­sa­men Ver­an­stal­tung ist der „CHAT der WELTEN“: Dabei han­delt es sich um ein gemein­sa­mes Video­te­le­fo­nat mit Men­schen aus einem von der Roh­stoff­pro­ble­ma­tik in beson­de­rer Wei­se betrof­fe­nen Land. Der ers­te die­ser Genera­tio­nen­dia­lo­ge fand am 18. Febru­ar 2017 im Pütt­lin­ger Schlöss­chen statt.

Die Digi­ta­li­sie­rung der Kom­mu­ni­ka­ti­on bie­tet ein­ma­li­ge Mög­lich­kei­ten, sowohl zum Dia­log unter Genera­tio­nen als auch zum Dia­log zwi­schen Kon­ti­nen­ten. Das Pro­jekt Onliner­land Saar trägt bereits seit zwölf Jah­ren dazu bei, Senio­rin­nen und Senio­ren fit fürs Inter­net und die Kom­mu­ni­ka­ti­on mit Fami­lie und Freun­den via Lap­top und Tablet-PC zu machen. Wir freu­en uns, nun auch einen Bei­trag zum glo­ba­len Nach­hal­tig­keits­dia­log im Rah­men die­ser Medi­en­kom­pe­tenz-Initia­ti­ve leis­ten zu kön­nen“, so Uwe Con­radt, Direk­tor der LMS.

Ulri­ke Dau­s­end, Geschäfts­füh­re­rin des NES, erläu­tert: „Unser Arbeits­schwer­punkt liegt in der Ver­mitt­lung glo­ba­ler Zusam­men­hän­ge, wobei die eige­ne bewuss­te oder unbe­wuss­te Ver­stri­ckung in Pro­zes­se, die Un-gleich­hei­ten för­dern und zemen­tie­ren, deut­lich wer­den soll. Nur wenn die­se ver­stan­den wer­den, ist auch ein Umden­ken und sind ande­re, nach­hal­ti­ge­re Ver­hal­tens­wei­sen mög­lich, die zu einer gerech­te­ren Welt bei­tra­gen kön­nen.“

 

24. Februar 2017